Flieger starten in neue Saison 

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Anfliegen beim Luftsportverein Borken 

Die Luftsport-Freunde Borken starten in die Sommersaison. Am Wochenende hoben die ersten Segel- und Motorflugzeuge auf dem Flugplatz Hoxfeld ab. 

Text und Foto: Niermann Borkener Zeitung

Der 17-jährige Franz Niehoff (Mitte) ist begeisterter Segelflieger. Am Wochenende begann die Sommersaison am Flugplatz Borken. 

HOXFELD (chn). Nach einem halben Jahr Winterpause hat für die Mitglieder des Luftsportvereins Borken der Flugbetrieb wieder begonnen. Am Samstag gingen die Flieger mit Segel- und Motorflugzeugen sowie Motorseglern in die Luft. Das Anfliegen, die Saisoneröffnung, ist für alle ein heiß ersehntes Vergnügen. 

Gepaukt für Segelfluglizenz 

Speziell die Segelflieger hatten schon seit Tagen den Wetterbericht im Blick, denn für sie ist das richtige Wetter entscheidend. Das Wetter war aber nicht so gut wie angekündigt. Keine Sonne, keine Thermik. 

Dennoch waren viele Flieger am Flugplatz. Sie nutzten das Wetter für Überprüfungsflüge mit einem Fluglehrer. Fast 100 Starts gab es an diesem Tag. Der 17-jährige Franz Niehoff 

erzählte begeistert von seiner Faszination für das Fliegen: „Wenn ich beim Start in den Sitz gedrückt werde, die Thermik nutzen kann und in Kreisen immer höher steige und oben den blauen Himmel, unten die wunderschöne Landschaft und neben mir Vögel und die anderen Flugzeuge sehe, ist das einfach genial.“ 

Niehoff hat vor zwei Jahren den Luftfahrtführerschein gemacht. Alleine fliegen durfte er nach 50 Flugstunden mit einem Fluglehrer an seiner Seite. Im zweisitzigen Schulflugzeug sind alle Instrumente und Ruder doppelt vorhanden. Während der Schüler auf dem vorderen Sitz schon das Gefühl hat, alleine zu fliegen, erklärt und überwacht der Fluglehrer von hinten die Funktionsweise des Segelflugzeuges. Ungefähr zweieinhalb Jahre hat der 17-Jährige für die Segelfluglizenz gelernt, erzählte er. 

240 Mitglieder 

Im Ausbildungsverbund mit den Vereinen Bocholt und Coesfeld gibt es derzeit 25 ehrenamtliche Fluglehrer am Flugplatz Hoxfeld. Es werde eine gute Kameradschaft gepflegt: von den Jugendlichen bis hin zu den Senioren. „Segelfliegen ist ein Sport, der auf Gegenseitigkeit basiert. Es braucht mindestens sechs Personen, um einen Segelflieger in die Luft zu bekommen“, so Karl-Heinz Freing, der seit 55 Jahren im Luftsportverein Borken aktiv ist. Die Wintermonate haben die 240 Mitgliedern genutzt, um notwendige Pflege- und Wartungsarbeiten an den Vereinsflugzeugen durchzuführen.