Lünsbergadler genießen ihre Flugwoche 

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Treffen auf dem Flugplatz Hoxfeld 

Samstag, 4. August 2018 – 09:33 Uhr 

Text und Fotos von Christa Niermann Borkener Zeitung

Die Lünsbergadler fliegen wieder. Als feste Instanz im Vereinsleben und auch im Familienleben der Flieger hat sich dieser Termin, der vor 30 Jahren von Lucky Hesener ins Leben gerufen wurde. 

Die Lünsbergadler haben sich wieder getroffen. 

HOXFELD. Sie fliegen wieder, die Lünsbergadler. Der Termin für dieses Treffen ist seit 30 Jahren fest im Terminkalender der Flieger festgeschrieben, die im Luftsportverein Borken das Fliegen erlernten, als der Verein noch sein Domizil an der ehemaligen Kaserne, quasi am Fuß des Lünsberges, hatte. Ins Leben gerufen von Lucky Hesener, hat sich das Treffen als feste Instanz im Vereinsleben und auch im Familienleben der Flieger etabliert. Beispielsweise Urlaube werden nach diesem Termin geplant. 

„Fliegen ist Gemeinschaftssport“ 

Doch bevor es zum Fliegen geht, braucht es eine Menge Vorarbeit und Organisation. Wie sieht so ein Tag im Fliegercamp aus? Morgens um neun Uhr starten die gut 30 Männer mit 

einem gemeinsamen Frühstück in den Tag. „Damals war das Fliegen noch eher eine Männerdomäne“, blickt der langjährige Organisator Kalle Freing zurück. Heute seien auch viele Frauen als Mitglied im Luftsportverein zu finden. 

Im anschließenden „Briefing“ werden die Flugzeuge und Aufgaben für die Lünsbergadler verteilt – „und die Wetterbedingungen besprochen“, wirft Theo Bösing ein. Sieben Flugzeuge, Segelflugzeuge, Motorsegler und Motorflieger als Ein- und Zweisitzer stehen den Lünsbergadlern zur Verfügung. Die Aufgaben sind vielfältig, die es zu verteilen gilt. „Fliegen ist Gemeinschaftssport“, so Fluglehrer Bernd Wülfing. Damit die Flieger in die Luft gehen können, brauchen sie Unterstützung. Da ist ein Kamerad, der das Windenfahrzeug fährt. „Dieser zieht das Flugzeug an einem Seil in die Luft.“ Ein anderer müsse mit einem Auto die Seile wieder einsammeln, erklärt Clemens Funke. 

Penible Reinigung 

Ein Startleiter koordiniert die Starts und Landungen. Ebenso überwacht er die Funkmeldungen und Funkkontakte. Nicht zu vergessen der Kantinendienst. „Wir machen alles in der Küche. Nur Kochen tun wir nicht“, erzählt Jürgen Rakers. Sehr wichtig seien die Wetterbedingungen. „Heute könnten Gewitter aufkommen.“ Daher sei große Wachsamkeit gefordert. Sollten sich am Himmel Gewittertürme aufbauen, sich diese weiterentwickeln und in die Höhe schießen, dann müssten die Flieger umgehend zum Flugplatz zurückkehren. So gut vorbereitet starten die Männer zu ihren Flügen. Theo Bösing unternimmt mit Clemens Funke einen Überlandflug. Jürgen Olbring will möglichst viele Starts und Landungen trainieren. 

Klaus Veltmann startet mit einem Motorsegler zu einem Werkstattflug. „Das ist wie eine Inspektion beim Auto.“ Nach Wartungsarbeiten erfolge die Prüfung beim Flugzeug in der Luft, erklärt er. Diese Kontrollen seien bei allen Flugzeugen nach 50 Flugstunden zwingend erforderlich. Stefan Wietholt macht sich mit einem Motorflieger auf den Weg nach Norderney. Gegen Abend trudeln dann alle nach und nach wieder auf dem Flugplatz Hoxfeld ein. Bevor die Flugzeuge in den Hanger rollen, werden sie gründlich gewaschen und penibel gereinigt. Dann ist auch schon der Imbiss aufgebaut – und die Piloten lassen den Tag mit einer gehörigen Portion Fliegerlatein gemütlich ausklingen. 

Am Ende der Woche feiern die Lünsbergadler mit den Familien und Vereinsmitgliedern den Ausklang einer wunderbaren Flugwoche mit einem gemeinsamem Grillen.