Flugschüler starten durch 

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Sommercamp beim Luftsportverein 

Donnerstag, 26. Juli 2018 – 13:00 Uhr 

Text und Foto von Markus Schönherr Borkener Zeitung

Jeden Tag sind die 15 Flugschüler in der Luft. Beim Sommercamp des Luftsportvereins Borken sammeln sie jede Menge Flugerfahrung. Zwei Wochen verbringen sie campend auf dem Flugplatzgelände in Hoxfeld. 

Foto: Schönherr 

HOXFELD. Für die 15 Flugschüler ist es das Paradies: Wenn sie morgens aufstehen und ihre Zelte verlassen, befinden sie sich direkt neben der Startbahn. Den ganzen Tag können sie sich mit der Fliegerei beschäftigen – und natürlich so oft wie möglich mit dem Segelflugzeug durch den Luftraum über Borken gleiten. 

Erster Alleinflug 

Zwischen 14 und 21 Jahre alt sind die Teilnehmer des zweiwöchigen Sommercamps beim Luftsportverein Borken. Justin Große gehört zu den drei Jugendlichen, die gerade einen ganz besonderen Flug hinter sich haben: den ersten Alleinflug ohne Fluglehrer. „Das war ein tolles Gefühl“, sagt der 15-Jährige. Sein Fluglehrer Theo Bösing hatte ihn vorher noch auf die Probe gestellt und beim letzten gemeinsamen Flug einen Seilriss simuliert. In 50 Metern Höhe klinkte Bösing das Seil aus, das das Flugzeug über eine Winde in die Höhe zieht. Normalerweise wird erst in 300 Metern Höhe ausgeklinkt. Justin musste also schnell reagieren und entscheiden, wie er das Flugzeug aus so geringer Höhe wieder sicher auf die Piste bringt. Der 15-Jährige flog einen Vollkreis und landete das Flugzeug sicher. Da wusste Fluglehrer Bösing: „Der kanns.“ Justin kam wenig später nicht nur in den Genuss des ersten Alleinflugs – er hatte abends auch viel zu erzählen. Wenn die zehn zur Verfügung stehenden 

Flugzeuge in der Halle verstaut sind, sitzen die Jugendlichen noch auf dem Zeltplatz zusammen. Da wird dann über geflogene Höhen und über die Thermik des Tages gefachsimpelt, berichtet Justin. 

Jeden Tag in der Luft 

Drei bis vier Fluglehrer sind jeden Tag auf dem Flugplatz, um den Jugendlichen alle Fragen über die Fliegerei zu beantworten. Hinzu kommt ein Orga-Team um Helmut Kamps, das abseits der Startbahn alles für das Sommercamp auf die Beine stellt. Kamps freut sich vor allem über das gute Wetter in diesem Jahr. Seit dem Start des Sommerlagers am 15. Juli konnte an jedem Tag geflogen werden. Und es herrschte eine stets „fliegbare Thermik“, berichtet er. Ein Schlechtwetter-Programm – wie in manchem Jahr vorher – konnte sich die Gruppe sparen. Der Swimming-Pool, den die Jugendlichen des Vereins selbst gebaut haben, reicht neben den Flug-Erlebnissen aus. Wenn das Sommercamp am morgigen Freitag zu Ende geht, werden 15 junge Flugschüler um jede Menge Flugerfahrung reicher sein.