Luftsportverein lud Behinderte zum Mitfliegen ein

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Blauer Himmel, Schönwetterwölkchen und ein frischer Wind – gute Voraussetzungen, um mal kurz abzuheben. Entsprechend gut war am Mittwochnachmittag die Stimmung auf dem Flugplatz Hoxfeld.

Dort hießen Mitglieder des Luftsportvereins 28 Bewohner des Benediktushofes Maria Veen und deren Betreuer willkommen. Der Flugnachmittag für die behinderten Gäste findet bereits seit mehr als 30 Jahren jeweils im Frühsommer statt. „Das ist schon ein Selbstläufer. Die Atmosphäre ist immer wieder super“, schwärmt Sabine Beuing. Sie und ein gutes Dutzend weiterer Helfer aus dem Club sorgen für die Bewirtung ihrer Besucher, setzen sich mit ihnen zusammen, um über ihr Hobby und viele andere Dinge zu reden – bevor es dann in die Luft geht. Dafür standen am Mittwoch drei erfahrene Piloten (Helmut Kamps, Peter Nienhaus und Norbert Hetkamp) und drei Flugzeuge zur Verfügung. In den beiden Motorseglern, Typ Falke SF 25, war jeweils nur für einen Passagier Platz, in der viersitzigen Cessna C 172 konnten hingegen auch Betreuer mit an Bord sein. „Ich bin noch nie geflogen und habe eigentlich Höhenangst“, sagt Linda Schmitz. Trotzdem lässt sich die 16-jährige Rollstuhlfahrerin in das Flugzeug bugsieren. Nach dem Ausflug in 2000 Fuß (etwa 600 Meter) Höhe ist die junge Frau rundum begeistert: „Ich bin so froh, dass ich das gewagt habe.“ Ein Betreuer des Benediktushofes klopft ihr nach der Landung anerkennend auf die Schulter und sagt: „Das hast du mir jetzt voraus.“ Er selbst sei nämlich noch nie geflogen und wolle es so schnell auch nicht tun, gibt er zu.

Hier noch ein kleines Video von Borio TV

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